Schleckmatten- Die Ü-Eier für Hunde

Es gibt sie in rund, eckig, schlangenförmig, tief, mit Saugnapf und sind eines meiner absoluten Lieblingstools: Schleckmatten. 
Schleckmatten sind eine Beschäftigungs- und Belohnungsmöglichkeit für Hunde, bei der eine weiche Konsistenz in eine Matte mit Vertiefungen geschmiert und ggf. eingefroren wird. Der Hund kann so ausgiebig daran schlecken und schlabbern, ist beschäftigt und kann vor allem: Stress abbauen und Dinge verarbeiten. Nach einem anstrengenden Spaziergang oder Training kann eine Schleeckmatte deinem Fiffi eine gute Möglichkeit geben, sich wieder zu regulieren. Das Tolle an Schleckmatten ist: du kannst sie selbst befüllen. Das bedeutet, dass Schleckmatten besonders auch für Hunde mit Allergien geeignet sind! Nun bin ich auf auf eine ganz neue Form gestoßen: Ufos. Damit ist der Firma Lickimat ein echter Geniestreich gelungen. Diese Ufos sind nämlich suppentellertief und können somit sogar mit Flüssigkeit befüllt werden. Aber von vorn: Schleckmatten haben eine gewisse Struktur, in die du das Futter deiner Wahl hineinstreichen kannst.  Beispielsweise nehme ich gerne:
    • Futterdöschen/Tütchen aus dem Supermarkt. Die gibt es schon für ca. 50 Cent
    • Dosenfutter
    • Leberwurst oder ähnliches
    • Thunfisch
    • Joghurt, Quark, Schmand: Hier nutze ich gerne Reste
    • Püriertes Fleisch, Obst oder Gemüse, roh oder gedünstet
    • übrig gebliebene Mahlzeit (Mensch) mit Wasser vermengt, beispielsweise Kartoffeln mit soße
    • Sesammus
    • Erdnusmuss
    • eingeweichtes Trockenfutter
    • Eingeweichte Haferflocken
    • Kokosöl
    • Babybrei
    • Wurstwasser
    • Frischkäse
    • Kochwasser
Die Möglichkeiten und Kombinationen sind schier unbegrenzt. Wichtig ist, dass die Lebensmittel allgemein für Hunde nicht schädlich sind und für deinen Hund gut verträglich sind. Meine Hunde beispielsweise sind ziemlich unempfindlich und verdrücken fast alles. Sie bekommen auch Essensreste, je nach Würzung mit Wasser vermengt. Ganz ehrlich: Wenn sich Hunde etwas vom Tisch oder aus der Biotonne klauen, achten sie auch nicht darauf, wie magenschonend der inhalierte Inhalt gerade ist. Das soll keine Freigabe darstellen, eure Hunde mit ungesundem Zeug zu versorgen. Aber in einem gewissen Rahmen ist es ok, wenn (gesunde) Hunde mal zerdrückte Kartoffeln mit Erbsen und Möhren oder ein Gläschen Babybrei bekommen.  Wichtig ist, dass es deinem Hund gut geht und er diese Dinge gerne isst. Meine Rezepte stelle ich immer nach Verfügbarkeit und MHD zusammen. Habe ich zwei bräunliche Bananen auf der Fensterbank vergessen, zerdrücke ich diese mit etwas Quark in der Schleckmatte. Sehe ich beim Einkaufen reduzierten Frischkäse oder Babynahrung, nehme ich diese für meine Hunde mit. Finde ich im Kühlschrank noch eine Packung Quark, für die ich spontan keine Verwendung habe: kein Problem! Vermengt mit etwas Nass- oder Trockenfutter ist es eine tolle Abwechslung für die lange Hundezunge. Auch Flüssigkeiten, die anfallen, nutze ich super gern. Wurstwasser aus dem Hot-Dog-Wurst-Glas vermenge ich mit Wasser und fülle damit die Matten auf. Gibt hervorragendes Wurstwassereis. Koch- oder Dünstwasser, in die ich noch einige Brocken Trockenfutter werfe, nutze ich ebenfalls sehr gern. Du merkst: du kannst deiner Fantasie freien Lauf lassen.  Schleckmatten haben den riesigen Vorteil, dass Hunde in der Regel einige Zeit brauchen, um die Köstlichkeit auf schlabbern. Dies kann unheimlich entspannend wirken. Gerade für etwas schwierigere Situationen oder Zeiten, die ihr überbrücken müsst. Mir fällt das Duschen eurer Hunde oder der Besuch von Handwerkern ein. Ein Hack ist es, die Matte mit Saugnapf an die Duschwand zu kleben, so dass dein Hund schlabbern kann, während du ihn duschst. Achte darauf, dass das Material der Schleckmatte temperaturbeständig ist. Ich selber habe viele Schleckmatten und bereite diese gerne in einem Rutsch vor. So kann ich mir immer welche einfrieren und die Hunde bekommen bei Bedarf eine leckere Abkühlung. Profi Tipp: Schleckmatten mit Saugnäpfe immer auf einem Holzbrett vorbereiten. Damit sparst du dir eine Menge Putzzeit. Außerdem müssen alle meine Schleckmatten spülmaschinengeeignet sein. Denn es können immer Reste haften bleiben und in der Spülmaschine werden die Matten wieder hygienisch sauber. Wie immer gilt: lasse deinen Hund nicht unbeaufsichtigt mit den Schleckmatten. Es kann nämlich gut und gerne passieren, dass Fiffi anfängt, auf dem Silikon herumzureißen. Die ersten Male solltest du also dabei sein, wenn dein Hund sich über sein Ü-Ei her macht. Hier habe ich einen Affiliate-Link für dich: Ich bekomme eine kleine Provision, wenn du dir meine Lieblingsschleckmatte über diesen Link beziehst! Die Ufos haben sich bisher als beste Schleckmatte erwiesen: Sie fassen mehr Inhalt, haben Saugnäpfe und sind langlebig:

Geliebtes Tricktraining

Ist es nicht niedlich, wenn dein Hund dir deine Latschen bringt, während du auf dem Sofa lümmelst? 

Wie praktisch ist es bitte, wenn dein Hund auf ein Signal eine Tür schließt, das Licht ausschaltet oder dir heruntergefallene Dinge aufhebt? 

Wir geben unseren Hunden so viel, da können die ruhig mal etwas für uns tun, oder? 

😘 

Tricktraining, einfach gesagt Dressur, ist EINE richtig tolle Möglichkeit, um mit Hunden zu arbeiten. Die Dringlichkeit von Tricktraining liegt nicht darin, dass der Hund viele Tricks können muss.

Die Dringlichkeit besteht darin, dem Hundehalter und dem Hund Sicherheit in deren Beziehung, Kommunikation und Alltag zu geben.

 In unserem Training mit unseren Hunden gibt es zwei große Schubladen: 

  • Dem Hund etwas neues beibringen. (Tricktraining)
  • Den Hund dazu zu bringen, etwas zu unterlassen. (Einzeltraining 😉)

Je sicherer wir und unsere Hunde in außergewöhnlichen Situationen oder mit ungewöhnlichen Gegenständen sind, desto besser sind wir für das alltägliche Leben gewappnet. 

Warum? Weil… 

Wir lernen!

Wir lernen die Sprache des Hundes kennen, die Dynamik zu beeinflussen und unsere Körpersprache anzupassen. Wir lernen, wie Stimmungsübertragung funktioniert und wie wir diese geschickt einsetzen können. Wir lernen, ein Verhalten zu locken und es so auszubauen, dass es ein zuverlässiges Signal wird. Wir lernen zu kommunizieren, zusammen zu arbeiten und zu wachsen. Wir lernen Selbstwirksamkeit. 

Wir schaffen Beziehung, Bindung und Vertrauen und dadurch eine gewisse Alltagstauglichkeit.

Ich will etwas von dir und du bekommst etwas von mir. Es lohnt sich für uns beide. 

Meiner Meinung nach ist es einer der besten und freundlichsten Möglichkeiten, eines der ersten Gespräche mit unseren Hunden zu suchen: Ich will etwas von dir, du bekommst etwas von mir. Es lohnt sich für uns beide. 

Jedenfalls gilt das für die meisten mir bekannten Hunde, Ausnahmen gibt es allerdings immer. 

Tricktraining ist ein bisschen wie eine benutzerbedingte Anpassung am PC mit gelegentlicher Softwareaktualisierung. Geht ohne, aber das Optimum wird es nicht…

Tricks sind eine gute Voraussetzung, um „ernste Gespräche“ mit unseren Hunden zu führen. 

Wenn wir nicht in der Lage sind, in einer ruhigen und planbaren Situation ein Verhalten zu beeinflussen, mit unseren Hunden ein Gespräch zu führen, ihnen etwas beizubringen, wie sollen wir dann in einer stressigen oder außergewöhnlichen Situation etwas von unseren Hunden verlangen können? Wie wollen wir also, wenn wir nicht einmal die Bildschirmhelligkeit anpassen können, neue Computer Programme schreiben? 

Das großartige am Trickdogging ist, wir können uns Fehler erlauben. 

Schwimmen lernt man im Wasser.

Dabei werden wir nun mal nass und gehen auch mal kurzfristig unter. 

Im Leben mit unseren Hunden müssen wir unweigerlich lernen, Grenzen einzuschätzen. 

Diese Grenzen können wir nur gut und intensiv kennen lernen, wenn wir uns in der Nähe dieser Grenze aufhalten. 

Wenn ich also einen Trick auf 20 Meter Entfernung von meinem Hund bekomme, ist das toll. 

Wenn ich selbigen Trick auf 50 Meter Entfernung nicht mehr bekomme, ist es zwar nicht gut, aber auch nicht so schlimm. 

Bei einem Rückruf, der auf 50 Meter nicht mehr funktioniert, ist es nicht gut, vielleicht sogar gefährlich. 

Wir haben also mit dem Tricktraining eine gute Möglichkeit der Überprüfung der Ansprechbarkeit. Großartig!

Viele Tricks haben darüber hinaus den Vorteil, dass wir diese auch im Alltag nutzen können.

Meine Hündin kann ich sehr gut in stressigen Situationen mit Aufgaben besschäftigen und beruhigen. Nehmen wir an, es werden in unmittelbarer Nähe ein Silvesterknaller gezündet. Dann nimmt Nika gerne und dankbar eine ruhiges Tricktraining an. Sie hat etwas mehr oder weniger sinnvolles zu tun, kann sich auf mich konzentrieren, etwas positives erleben. 

Mein Rüde Tohru hat durch diese Tricks lernen können, mit Frust umzugehen, sich zu gedulden und dem Auftrag bis zum Ende zuzuhören. 

Viele Tricks, die auf dem Foto unglaublich niedlich aussehen, können euch im Pflege- und Behandlungstraining helfen. 

Das Training ist nämlich in der Regel ziemlich ähnlich. Aber auch hier gilt: je variabler, desto besser. Es gibt unzählige Beispiele für Tricks, die du deinem Hund aus Spaß oder ernsten Gründen beibringen kannst. 

Ob deinHund nun für ein Foto einen Haarrreif mit Elchohren trägt, oder aus Sicherheitsgründen einen Maulkorb aufziehen muss, unsere Methoden und Mittel sind hier die gleichen. 

Ich beobachte häufig, dass die Hunde in meinem Training, die sämtliche Tricks können, deutlich weniger Stress mit dem bürsten des Fells, ein Geschirr anziehen oder ähnliches haben, als Hunde, die deutlich weniger Tricks in ihrem Repertoire haben. Nicht jeder Trick muss einen direkten Bezug zu einer möglichen Alltagssituation haben. Die Liste mit den positiven Eigenschaften ist lang, auch wenn wir mit den Hunden nur aus Niedlichkeitsgründen einen Trick lernen.

Wichtig ist, dass wir das Training möglichst stressfrei aufbauen. Das ist besser für euch und für das Lernen des Hundes. 

Die Lernumgebung muss stimmen. Die Motivation, Stimmung und die Belohnungen müssen adäquat gewählt werden.

Wie kann ich das alles besser ausprobieren, als im Tricktraining? Mehr Infos dazu bekommt ihr ihm Seminar „Lerngrundlagen des Hundes“.

Ob also unsere Hunde dabei eine lustige Rolle machen oder uns die Fernbedienung bringen, spielt dabei weiterhin keine Rolle. Versteht mich hier bitte nicht falsch. Tricktraining ist nicht für jeden Hund geeignet. Tricktraining löst nicht all eure Probleme. Tricktraining ist, je nach Hund, auch keine optimale oder alleinstehende Auslastung, aber es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. 

Tricktraining ist ein Hilfsmittel, ein Bindeglied und Beziehungsintensivierer zwischen dir und deinem Hund. 

Achtung: Ich beobachte auch, dass trickreiche Hunde insgesamt ideenreiche Hunde sind. Das muss nicht immer ein Vorteil sein. 😅

So habe ich eine Hündin im Training, die sich den Fernseher einschaltet, wenn sie allein ist. 

Bruno öffnet sämtliche Mülleimer. 

Amy weiß, wie sie die Schublade mit dem Brot öffnen kann. 

Tohru öffnet Türen und betätigt Touchsensoren für das Laufband und den Staubsaugerroboter.

Grundsätzlich müssen wir hier unterscheiden, ob unsere Hunde ausgelastet, entspannt UND ideenreich sind (Tohru), oder ob unsere Hunde gestresst und überfordert sind. Diese Hunde machen in der Regel auch „Blödsinn“, aber meist in einer anderen Form. 

Um euch einige Anregungen zu geben, findet ihr im Trickkalender https://hundeschule-wildhound.de/trickkalender/ Ideen und Anleitungen. 

Viel Spaß beim tricksen!

Schleckmatten - die Ü Eier für Hunde

Es gibt sie in rund, eckig, schlangenförmig, tief, mit Saugnapf und sind eines meiner absoluten Lieblingstools: 

Schleckmatten. 

Schleckmatten sind eine Beschäftigungs- und Belohnungsmöglichkeit für Hunde, bei der eine weiche Konsistenz in eine Matte mit Vertiefungen geschmiert und ggf. eingefroren wird. Der Hund kann so ausgiebig daran schlecken und schlabbern, ist beschäftigt und kann vor allem: Stress abbauen und Dinge verarbeiten. Nach einem anstrengenden Spaziergang oder Training kann eine Schleeckmatte deinem Fiffi eine gute Möglichkeit geben, sich wieder zu regulieren.

Das Tolle an Schleckmatten ist: du kannst sie selbst befüllen. Das bedeutet, dass Schleckmatten besonders auch für Hunde mit Allergien geeignet sind!

Nun bin ich auf auf eine ganz neue Form gestoßen: 

Ufos. Damit ist der Firma Lickimat ein echter Geniestreich gelungen. 

Diese Ufos sind nämlich suppentellertief und können somit sogar mit Flüssigkeit befüllt werden. 

Aber von vorn: 

Schleckmatten haben eine gewisse Struktur, in die du das Futter deiner Wahl hineinstreichen kannst. 

Beispielsweise nehme ich gerne:

  • Futterdöschen/Tütchen aus dem Supermarkt. Die gibt es schon für ca. 50 Cent
  • Dosenfutter
  • Leberwurst oder ähnliches
  • Thunfisch 
  • Joghurt, Quark, Schmand: Hier nutze ich gerne Reste
  • Püriertes Fleisch, Obst oder Gemüse, roh oder gedünstet
  • übrig gebliebene Mahlzeit (Mensch) mit Wasser vermengt, beispielsweise Kartoffeln mit soße 
  • Sesammus
  • Erdnusmuss 
  • eingeweichtes Trockenfutter 
  • Eingeweichte Haferflocken 
  • Kokosöl 
  • Babybrei 
  • Wurstwasser
  • Frischkäse
  • Kochwasser 
  • … 

Die Möglichkeiten und Kombinationen sind schier unbegrenzt. 

Wichtig ist, dass die Lebensmittel allgemein für Hunde nicht schädlich sind und für deinen Hund gut verträglich sind. 

Meine Hunde beispielsweise sind ziemlich unempfindlich und verdrücken fast alles. 

Sie bekommen auch Essensreste, je nach Würzung mit Wasser vermengt. Ganz ehrlich: Wenn sich Hunde etwas vom Tisch oder aus der Biotonne klauen, achten sie auch nicht darauf, wie magenschonend der inhalierte Inhalt gerade ist. 

Das soll keine Freigabe darstellen, eure Hunde mit ungesundem Zeug zu versorgen. 

Aber in einem gewissen Rahmen ist es ok, wenn (gesunde) Hunde mal zerdrückte Kartoffeln mit Erbsen und Möhren oder ein Gläschen Babybrei bekommen. 

Wichtig ist, dass es deinem Hund gut geht und er diese Dinge gerne isst

Meine Rezepte stelle ich immer nach Verfügbarkeit und MHD zusammen. Habe ich zwei bräunliche Bananen auf der Fensterbank vergessen, zerdrücke ich diese mit etwas Quark in der Schleckmatte. Sehe ich beim Einkaufen reduzierten Frischkäse oder Babynahrung, nehme ich diese für meine Hunde mit. Finde ich im Kühlschrank noch eine Packung Quark, für die ich spontan keine Verwendung habe: kein Problem! Vermengt mit etwas Nass- oder Trockenfutter ist es eine tolle Abwechslung für die lange Hundezunge. 

Auch Flüssigkeiten, die anfallen, nutze ich super gern. 

Wurstwasser aus dem Hot-Dog-Wurst-Glas vermenge ich mit Wasser und fülle damit die Matten auf. Gibt hervorragendes Wurstwassereis. 

Koch- oder Dünstwasser, in die ich noch einige Brocken Trockenfutter werfe, nutze ich ebenfalls sehr gern.

Du merkst: du kannst deiner Fantasie freien Lauf lassen. 

Schleckmatten haben den riesigen Vorteil, dass Hunde in der Regel einige Zeit brauchen, um die Köstlichkeit auf schlabbern. Dies kann unheimlich entspannend wirken. Gerade für etwas schwierigere Situationen oder Zeiten, die ihr überbrücken müsst. Mir fällt das Duschen eurer Hunde oder der Besuch von Handwerkern ein.
Ein Hack ist es, die Matte mit Saugnapf an die Duschwand zu kleben, so dass dein Hund schlabbern kann, während du ihn duschst.

Achte darauf, dass das Material der Schleckmatte temperaturbeständig ist. Ich selber habe viele Schleckmatten und bereite diese gerne in einem Rutsch vor. So kann ich mir immer welche einfrieren und die Hunde bekommen bei Bedarf eine leckere Abkühlung. 

Profi Tipp: Schleckmatten mit Saugnäpfe immer auf einem Holzbrett vorbereiten. Damit sparst du dir eine Menge Putzzeit. 

Außerdem müssen alle meine Schleckmatten spülmaschinengeeignet sein. Denn es können immer Reste haften bleiben und in der Spülmaschine werden die Matten wieder hygienisch sauber.

Wie immer gilt: lasse deinen Hund nicht unbeaufsichtigt mit den Schleckmatten. Es kann nämlich gut und gerne passieren, dass Fiffi anfängt, auf dem Silikon herumzureißen. Die ersten Male solltest du also dabei sein, wenn dein Hund sich über sein Ü-Ei her macht. 

In meinem Büro auf dem Hundeplatz bekommst du eine kleine Auswahl an Schleckmatten, die meine Hunde getestet und für gut befunden haben!

Giftköder - die lauernde Gefahr

Bestimmt kennst du das: es gibt so einige Ängst, wenn es um deine Hunde geht, die dich wach halten. Ich kenne das so gut! In diesem Artikel möchte ich dich ein wenig mitnehmen, die Ängste anschauen und vor allem: was wir gegen die drohende Gefahr tun können!

Die übersehene Krankheit

Meine große Sorge ist wohl, dass meine Lieblingshunde nicht alt werden. Ich habe Angst, einen Fehler zu machen, etwas Wichtiges zu übersehen und sie deshalb nicht so lange an meiner Seite bleiben, wie sie könnten. Ich habe Sorge, dass meinen Hunden ein großes Leid passiert und sie Schmerzen ertragen müssen. Die Angst davor, dass ich Schuld daran sein könnte, kann absolut lähmend für mich sein.

Angefangen von kleineren, rationaleren Sorgen. Beispielsweise übersehe ich schlichtweg die Zeichen einer beginnenden Krankheit. Denn Hunde können uns leider nicht sagen, was ihnen genau wo weh tut. Einmal ist es mir sogar passiert. Nika hatte eine heftige Bauchspeicheldrüsenentzündung und ich habe es erst sehr spät, beinah zufällig bemerkt. Aber ich habe es bemerkt, denn es ist wichtig, unsere Hunde regelmäßig zu beobachten. So können wir feststellen, ob sich ihr Verhalten ändert.
Anzeichen Nummer 1, dass etwas nicht stimmt, ist also: Veränderung des Verhaltens.
TIPP: Beobachte deinen Liebling aufmerksam, lerne, ihn zu lesen und sorge so vor, um möglichst keine Zeichen zu übersehen.

Hund und Auto: anschnallen bitte!

Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich meine Hunde immer bei mir habe. Meine Hunde sind also häufig mit mir im Auto unterwegs. 

Das bedeutet, dass sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Es gibt nicht umsonst so viele Sicherheitsvorkehrungen im Auto für den Menschen. Du diese Vorkehrungen können wir auch für unsere Lieblinge treffen. Eine Box aus Metallstäben oder ein Anschnaller am Geschirr verhindert, dass deinem Hund bei einem Unfall schlimmeres passiert. Zudem kann es deinem Hund innere Sicherheit geben, um sich im Auto orientieren zu können.
TIPP: Schaffe dir für deinen Hund eine entsprechende Vorrichtung an, die du mit ihm trainierst.

Giftköder: der Horror

Und dann gibt es noch diesen Horror "Giftköder".
Diese Angst, jemand könnte absichtlich meine Hunde vergiften, sie töten, treibt mich regelmäßig in Panik. Denn diese Angst ist nicht unbegründet. Immer häufiger werden alle möglichen Arten an Giftködern gefunden. Wir können sie häufig nicht sehen und der Hund frisst sie zunächst unbemerkt.

Manche Dinge wirken sofort und wir sehen am veränderten Verhalten (TIPP 1), ob es zu einem Giftköder-Unfall gekommen ist.
Manche Gifte wirken langsam. Mir hilft es sehr, in regelmäßigen Abständen meine Hunde medizinisch durchchecken zu lassen. 

Die beste Art, deinen Hund vor einem Giftköder zu schützen, ist das Giftköder-Training oder ein Maulkorb. Es gibt extra spezielle Maulkörbe, in denen dein Hund schnuppern, hecheln und saufen kann und dennoch vor Giftködern geschützt ist. Diese Maulkörbe eigenen sich besonders, wenn es einen Giftköder-Verdachtsfall in deiner Umgebung gibt oder du an einem fremden Ort bist, wo du es nicht einschätzen kannst, wie hoch die Wahrscheinlichkeit von Giftködern ist.

Der Maulkorb ist ein großartiges Hilfsmittel, dass den Alltag mit deinem Hund enorm verbessern kann. Als Einstieg habe ich dir HIER einen Kurs entworfen. Du lernst, welchen Maulkorb du für welchen Hund brauchst und vor allem: wie du deinen Hund entspannt an den Maulkorb gewöhnst!

Und an ganz schlimmen Tagen spreche ich mit der lieben Judith über meine Ängste, die mir hilft, trotz aller lauernden Gefahren mein Leben mit all meinen Ängsten zu meistern. Denn natürlich übertragen sich unsere Ängste und wir treffen keine informierten Entscheidungen mehr. Klicke HIER, wenn du mehr darüber erfahren möchtest.

Backmatten-Rezept: Thunfischleckerlies. 

Nika liebt Fisch. Und sie liebt Kokos. Diese Fischies sind ihre Lieblingsleckerlies. 

Du benötigst: 

  • eine Dose Thunfisch im eigenen Saft
  • 3-4 EL geriebenen Käse
  • 1 EL Kokosöl
  • 3 Eier
  • Eventuell etwas Mehl 

Diese Zutaten können inklusive der Eierschalen mit einem Pürrierstab oder Mixer zu einer homogenen Masse verarbeitet werden. Die Konsistenz sollte an Waffelteig erinnern. 

Nun kannst du diese Thunfischmasse auf deiner Silikonmatte verteilen. 

Ich backe diese Leckerlis bei 160- 170 Grad, und halte die Farbe im Auge. Nach ungefähr 20 Minuten sind die Leckerlis fertig. Du erkennst es daran, dass sie leicht dunkler werden und etwas in der Form schrumpfen. 

In der Regel reicht die Masse für ca 1,5 Backmatten. 

Nach dem du die Leckerlis aus der Matte befreit hast, müssen die Leckerlis unbedingt noch trocknen. 

Ich nutze dafür die Restwärme aus dem Backofen oder mein Dörrgerät. 

Wenn du die Leckerlies schnell aufbrauchen wirst, kannst du sie auch im Kühlschrank lagern. 

Ich habe hier einen Affiliate-Link für dich. Beziehst du deine Backmatte über diesen Link, bekomme ich eine Provision:

https://amzn.to/3STHlrk

Schmecken deinem Hund diese Kekse? 
Schreib's mir in die Kommentare!

Zecke, Granne, Hirschlausfliege: die Gefahren des Sommers

Sommerzeit ist Abenteuerzeit. Mit dem Hund durch Felder, Wiesen und Wälder zu stromern macht im Sommer besonders viel Freude, denn lange Tage verlocken dazu, auch lange Ausflüge zu machen. Neben der Hitze, die wir in DIESEM Artikel näher besprechen und wie du deinen Hund bei Hitze schützen kannst, gibt es noch weitere Aspekte, auf die du achten solltest, um den Sommer mit Hund zu genießen.

Zecken

Diese kleinen, krabbeligen Spinnentiere sind jedem Hundebesitzer und jeder Hundebesitzern ein Graus. Zecken sind wie die Ninjas der Parasitenwelt: unbemerkt gelangen sie auf die Hunde und wir bemerken sie erst, wenn wir genau hinsehen.

Zecken können bei Hunden schwere Erkrankungen wie Borreliose übertragen und schließlich auch vom Hund auf den Menschen krabbeln.

Je nach Hundefell kann es eine Herausforderung sein, Zecken zu entfernen. Deswegen solltest du diese Tipps im Sommer kennen, um Zecken zu vermeiden:

  1. Suche deinen Hund nach dem Spaziergang gründlich ab. Auf diese Weise kannst du direkt verhindern, dass Zecken beißen. Dein Hund wird diese Massage und Fellpflege außerdem genießen! 😉
  2. Verwende ein Anti-Zeckenmittel deiner Wahl. Hier gibt es wirklich sehr unterschiedliche Erfahrungen und auch Bedürfnisse. Ist dein Hund eine Wasserratte, sind Spot-Ons eher nachteilig. Sie können schädlich für die Gewässer sein. Auch Zeckenhalsbänder können dabei Stoffe ans Wasser abgeben. Ein weiterer Nachteil ist, dass auch der Mensch oft in Berührung mit dem Halsband kommt. Viele schwören auf Kokosöl; hier kommt es ganz auf das Fell deines Hunde an. Ein Shih Tzu verfilzt mit Kokosöl eher.
    Spot-Ons können allerdings auch eine breite Anzahl verschiedener Parasiten abhalten und sollten entsprechend ausgewählt werden.
    Dann gibt es noch verschiedene Tabletten. Sie können bei Langhaarhunden vorteilhaft sein und solche, die zu Kontaktallergien neigen. Denke bitte hier erstrecht daran, den Kot deines Hundes aufzusammeln, damit keine Stoffe in die Erde gelangen.
  3. Sollte eine Zecke doch gebissen haben, ziehe sie vorsichtig mit einer Zeckenzange heraus.

Grannen

Grannen sind eine ernstzunehmende Gefahr für Hunde im Sommer. Es handelt sich dabei um die Samenkapseln verschiedener Gräser und Getreidearten. Sie haben Borsten mit Widerhaken, so dass sie immer tiefer wandern.

Wenn dein Hund beispielsweise eine Granne zwischen den Zehen hat, bohrt sie sich weiter Richtung Fuß und sogar bis in den Fuß hinein.

Ein weiterer Platz für Grannen sind die Ohren. Besonders Hunde, die gerne durch hohe Gräser und Felder hüpfen, können sich schnell eine Granne fangen.

Wenn du merkst, dass dein Hund seine Pfoten knabbert, den Kopf schüttelt, mit den Pfoten in den Ohren popelt und sogar fiept, solltest du spätestens nach Grannen schauen! 

Am besten lässt du deinen Hund allerdings gar nicht durch Felder springen. Das ist einerseits für das darin lebende Wild bedrohlich, für die Landwirtin/den Landwirten ärgerlich und durch ein Feld-Verbot kannst du verhindern, dass sich dein Hund dort Grannen holt.

Sollte dein Hund eine Granne haben, geh bitte sofort zum Tierarzt, um weitere Verletzungen zu vermeiden.

Hirschlausfliege 

Kaum bekannt, breitet sich die Hirschlausfliege oder Hirschlaus aus: sie sieht ein wenig wie eine Zecke aus und beißt ebenfalls Hund, Pferd und Mensch und wird deswegen auch „fliegende Zecke“ genannt.

Sie fliegt den Hund an, gräbt sich in das dichte Fell und beißt vor allem in Nacken, Bauch oder um die Rute herum. Meistens erkennt man an dem Verhalten des Hundes, wenn eine Hirschlaus gebissen hat: der Hund wird unruhig, blickt sich suchend um, beißt sich in die eigene Haut und kratzt sich.

Sollte der Hund Bisse davongetragen haben, kannst du den Juckreiz durch Kühlung lindern. Wasche oder brause deinen Hund mit klarem Wasser nach dem Spaziergang ab, um die Hirschlausfliege abzuwaschen.

Bisher gibt es leider keine wissenschaftlich belegten Wirkungen von Sprays oder Spot-Ons, so dass du vor allem durch die Beobachtung deines Hundes erkennst, ob eine Hirschlaus naht.

Vorsicht statt Panik

Bevor du nun in Panik verfällst und dich fragst, ob die Natur überhaupt ein sicherer Ort für eure Spaziergänge ist: natürlich ist sie das. Wenn wir ein paar Vorsichtsmaßnahmen ergreifen und uns vor allem darüber informieren, welche Parasiten in dem Gebiet, in dem wir leben, vorkommen.

Besonders wenn du mit deinem Hund in den Urlaub fährst, solltest du dich erkundigen, welche Parasiten dort auf den Hund gehen. Manche sind sehr ähnlich wie die unseren, andere brauchen eine bestimmte Abwehr, wie beispielsweise Herzwürmer.

Durch bewusste Planung und das Informieren vermeidest du Erkrankungen und kannst den Ausflug und Urlaub mit deinem Hund unbeschwert genießen!

Wie schützt du deinen Hund vor Parasiten? Schreib es uns in die Kommentare!

Wurfball - Spielzeug für Hunde?

Spielzeuge sind, was man auf dem ersten Blick vielleicht gar nicht vermuten mag, Beute. Jagbare Beute.

Ein Beuteerstazobjekt. 

Das bedeutet, dass der Jagdreiz durch den Wurfball ausgelöst wird, ganz egal, ob dein Hund den Ball fliegen sieht, oder ob du “Such den Ball” also übersetzt “Such die Beute” als Ankündigung für die Jagd etabliert hast. 

Nachdem der Beutetrieb ausgelöst wurde, beginnt die Jagd. Dein Hund schüttet Hormone aus und will den Ball finden.

Dein Hund ist also aktiviert, wartet aber natürlich noch geduldig auf deine Freigabe. 

Dann geht es endlich los:  Dein Hund nutzt seine Sinne, um zum Erfolg zu kommen:  Augen, seinen Geruchssinn und sein Gehör. 

Je nachdem, wie ausgeklügelt dein Hund vorgeht, benötigt er eine richtige Strategie. 

Weitere Hormone werden ausgeschüttet, wenn dein Hund die Beute findet. 

Anschließend wird die Beute in den Fang genommen und ohne Knautschen zurück zum Hundehalter gebraucht: 

Dein Hund läuft gerade auf dich zu, bleibt kerzengerade vor dir sitzen und gibt dir den Ball nach deiner Aufforderung in deine Hand. 

Ihr habt gemeinsam Beute gemacht. 

Worauf ich hinaus will: Unsere Hunde sind Beutegreifer und lieben die Jagd. Mal mehr, mal weniger, je nach Rasse, Charakter und Erfahrungen. Je häufiger mein Hund eine Jagdgelegenheit bekommt, desto besser wird er darin. 

Jagd ist genetisch fixiert und selbstbelohnend. Ich muss also gar nicht so viel dafür machen, dass mein Hund die eigendliche Balljagd unglaublich toll findet. Für das ganze Drumherum aber schon. 

Impulskontrolle, auf die Freigabe warten, den Ball zurückbringen usw. 

Ich finde es sehr vernünftig, das dringende Bedürfnis der Jagd zu befriedigen. Gerade, wenn wir ambitionierte Hunde haben. 

Allerdings nur mit einem guten Plan. Ein unkontrolliertes Hetzen kann uns sehr viele Schwierigkeiten bereiten. Zum Beispiel kannst du dir einen Hund erziehen, der ständig und dauerhaft nur noch auf seinen Ball wartet. Ein sogenannter Balljunky, der kaum noch zur Ruhe kommen kann. Zwangsverhalten oder Sucht ist leider keine Seltenheit. 

Es kann sogar sein, dass sich dein Hund andere Beuteobjekte oder Beuteersatzobjekte sucht, zum Beispiel Vögel, Radfahrer oder gar Autos. 

Also: einfach nur 100 mal den Ball werfen ist nicht besonders sinnvoll und kann dem Hund sogar schaden.

Stelle also sicher, dass du die Jagd nach dem Wurfball jederzeit kontrollieren kannst. Kann dein Hund 10 Sekunden auf das Startsignal warten? 

Kannst du deinen Hund während der Suche zurückrufen, ohne, dass er gefunden hat? 

Gibt dir dein Hund den Ball zuverlässig in die Hand? 

Kann dein Hund auch mehrere Sekunden warten, bis du ihm den Ball abnimmst? 

Kannst du überhaupt mit dem Ball durch die Gegend laufen, ohne, dass dein Hund versucht, dir den Ball abzunehmen? 

Das alles sollte euer Trainingsziel sein. 

Später könntest du sogar mit mehreren Wurfbällen gleichzeitig arbeiten. Es lässt sich also ein richtig tolles Training damit gestalten.

Ich arbeite sehr gern mit den Wurfbällen, damit ich meinen Hunden sagen kann: Echtes Wild: Nein. BallBeute: Ja.

Ich kann später im Training sogar die verschiedenen Bälle mit einem Kommando versehen: “Such Gelb” oder “Such blau”. 

Ich führe zwei Jagdhunde und nutze die Bälle, um meine Hunde auch im schwierigen Gelände zu arbeiten. Vor allem das Apportieren aus dem Wasser ist für uns eine große, aber freudige Herausforderung, die wir in der Jagd immer brauchen. 

Mein Profitipp: Nutzt Farben, die eure Hunde, aber vorallem ihr gut sehen könnt. 

Auch mir passiert es gelegentlich, dass ich einen Ball auslege oder werfe und meine Hunde den Ball nicht finden können. Neonfarben helfen enorm, das eigene Material schnell wiederzufinden. 

Außerdem eignen sich diese Wurfbälle auch zur Beschäftigung für kranke Hunde, bzw. für den Einsatz mehrerer Hunde. 

Ich wasche meine Spielzeuge regelmäßig in einem Wäschenetz in der Waschmaschine. Auch wenn die Optik früher oder später etwas leidet- ich kann das Risiko einer Infektion deutlich verringern. 

Du möchtest lernen, deinen Hund sicher durchs Gelände zu führen? Dann lass uns sprechen! Klicke HIER für unser neues Online Training.

Hähnchengriller

Bei Belohnungen muss es schnell gehen. Wusstest du, dass die Belohnung maximal 3 Sekunden nach der tollen Tat in der Hundeschnute landen muss? Ansonsten verknüpft dein Hund die Belohnung nicht mit dem gewünschten Verhalten.

In diesem Artikel erhältst du ein easy peasy Rezept, das du ohne viel Schnickschnack nachmachen kannst.

Schaut man sich die Inhaltsstoffe der gängigen Belohnungen aus dem Supermarkt an, fällt schnell auf: viel Gedöns, wenig Schönes. Vor allem Hunde mit empfindlichen Mägen können dabei oft eher ungewollt mäkelig werden: Sodbrennen, Magenkneifen, Durchfall.

Die Hähnchengriller sind eine gute Alternative, fett- und kalorienarm und gut vorzubereiten.

Du brauchst:

  • Hähnchenfleisch
  • einen Kontaktgrill oder Grillpfanne
  • Gefrierbeutel

Ich kaufe gern reduziertes Hähnchenfleisch, das ich bei einem Supermarkt meines Vertrauens finde. Größere Stücke schneide ich in Streifen, Minutensteaks lasse ich so, wie sie sind. Der Vorteil an Hähnchen: es lässt sich im gegarten Zustand gut zerrupfen, so dass auch kleine Rassen oder Junghunde die Belohnung schnell schlucken können und nicht lange daran arbeiten müssen.

Die geschnittenen Fleischstücke grille ich auf dem Kontaktgrill, so dass möglichst viel Fett heraustropfen kann. 

Wenn sie abgekühlt sind, friere ich 2-3 Streifen pro Portion ein. So kann ich sie gut portioniert wieder auftauen!

Das Gute an den Hähnchengrillern ist, dass ich sie noch gefroren in meine Leckerlie-Beutel geben kann und sie nacheinander auftauen. Meine Beutel wasche ich natürlich regelmäßig in der Waschmaschine!

Meine Hunde lieben es! Die Hähnchengriller sind außerdem für Hunde auf Diät geeignet und oftmals gut verträglich. Andere Fleischsorten lassen sich nicht so gut zerrupfen und sind deswegen für diesen Griller nicht so gut geeignet.

Lass mich wissen, ob deine Hunde die Hähnchengriller auch so gern futtern.

Ich freue mich über Fotos oder Videos und natürlich über Verlinkungen bei Instagram @Hundeschule-Wildhound !

Handyverbot und Lanz & Precht

Ich bin Podcast Fan. Podcasterholic, könnte man fast sagen. Ich bin viel im Auto unterwegs und habe dabei viel Zeit, mir dort clevere Meinungen von klugen Leuten oder spannende Geschichten anzuhören. 

Während des Haushaltes kann ich Podcasts genießen. Und wenn es richtig spannend ist, nehme ich meine Kopfhörer zur Hunderunde mit und genieße den Podcast während des Gehens. 

Und da ist ja auch noch Instagram. Ich brauche viele Fotos und Videos für meinen Kanal und natürlich auch für die Webseite. 

Und diese ganzen Nachrichten, herrje, bekomme ich Nachrichten. Die kann ich auch noch eben beantworten, wenn ich draußen bin. Ahja, Mama hat gestern angerufen, die muss ich auch noch zurückrufen. Okay, dann wird es heute eine längere Hunderunde…

Na, weißt du schon, worauf ich hinaus will? 

Genau, auf Smombies. Smartphonezombies. 

Jüngst habe ich bei Lanz und Precht (Ausgabe 88) erschreckende Inhalte zur unachtsamen Handynutzung gehört. 

Das beschäftigt mich ohnehin. Ich habe ständig, wirklich ständig, das Handy in der Hand. Beziehungen leiden, Gespräche lassen nach, Lektüre wird zu 15 Sekunden TikTok. Jagd nach dem nächsten WlanZugang. 

„Ungefähr 2,5h verbringt jeder deutsche im Schnitt mit seinem Smartphone“ und „wir greifen im Schnitt 88 mal am Tag zum Handy“ laut Markus Lanz. 

Und nun meine persönliche Beichte: Mein Wochenbericht meines iPhones zeigt mir einen Tagesdurchschnitt von 6 Stunden und 31 Minuten (Allerdings „nur“ 58 Aktivierungen durchschnittlich am Tag). Gut, laut meinem Handy habe ich diese Woche meine Nutzung auch um 23 % reduziert. Jupp, 6 Stunden sind längst nicht mein Maximum. 

Jetzt fragst du dich sicher, wie ich auf die Idee komme, mich über meine Handynutzung zu beschweren und diese Beschwerde in mein Handy zu tippen.

Neulich, während ich zu einer Kundin fuhr, habe ich eben diesen Podcast gehört. Meine Kundin berichtete mir bei dem Termin von einem Vorfall in der Nachbarschaft mit einem schwarzen Schäferhund. Dieser Schäferhund hat schon für mehrere üble Vorfälle in der Nachbarschaft gesorgt. 

Sie zeigte mir ein Foto, dass sie heimlich von der Hundehalterin aufgenommen hat. 

Ich bin noch immer sprachlos. Dieser schwarze Schäferhund, ich tippe mal auf 25 kg, wurde an einer Flexileine geführt. Ich tippe weiter und schätze die Leine auf volle 5 Meter. Leine komplett ausgefahren. An einer Hauptstraße. Die Hundehalterin, vielleicht etwa 16 Jahre alt, mit Kopfhörern auf den Ohren und beiden Augen fest auf dem Smartphone gerichtet. In einer Hand, zerrend, eben dieser Straßenschreck von Schäferhund. 

Bevor sich alle aufregen: 

Der Hund ist vermutlich toll. Ich liebe Schäferhunde. Allerdings ist er komplett führungslos. 

Das junge Mädel ist bestimmt auch toll. Maßlos überfordert und lieber in ihrer eigenen Welt. 

Ich trage übrigens auch oft Kopfhörer. Wegen der Podcasts -  Scherz - ich trage sehr gern meine Noise-cancelling Kopfhörer, weil ich sehr geräuschempfindlich bin und manchmal einfach Ruhe und Natur brauche. 

Hunde brauchen Führung. Ich kann nur  führen, wenn ich die Lage gut einschätzen kann. Wenn ich sehe, was auf uns zukommt. Wenn mein Hund mir Fragen stellen kann (du ahnst nicht, wie oft, wie unglaublich oft Hunde ihre Halter in unbekannten Situationen anschauen und die Hundehalter kein Feedback geben, weil sie es nicht mitbekommen! Ist das nicht traurig?) oder ich frühzeitig bemerke, dass sich die Lage gerade ändert. 

Hat der Hund etwas gewittert? Fällt er schon ins Jagdverhalten? Ist mein Hund unsicher? Spielt er gerade? Was hat mein Hund eigentlich für Bedürfnisse? Was ist sein Highlight hier draußen? 

Beobachtet doch auch mal andere Hundehalter. Oft wirkt der Spaziergang so, als wären Hund und Halter ganz zufällig am selben Ort und ganz zufällig aneinander gebunden. 

Häufig sehe ich Hunde und Halter, die komplett verschiedene Interessen draußen haben. Beide mehr oder weniger genervt von dem schweren Klotz am anderen Ende der Leine. 

Ich möchte dich im Namen Deines Hundes höflich bitten: 

Lerne deinen Hund kennen. Beobachte deinen Hund. Nicht das merkwürdige, gruselige Beobachten. Sondern das freundliche, aufmerksame Beobachten. 

Wie willst du denn ein Team mit deinem Hund bilden, wenn du ihn nicht mal lesen kannst? 

Leg mal das Handy weg. Zwei Wochen. Beobachte. 

Und schaue, was sich etwas verändert. Nicht bei deinem Hund, sondern in deinem Verständnis. Deiner Beobachtungsgabe.

Stell dir mal vor, wir würden jeden Tag nicht 6 Stunden damit verbringen, auf unser Handy zu starren, sondern damit, unsere Hunde lesen zu lernen. Wenn wir nicht 88 mal das Smartphone greifen, sondern mit unserem Hund und unserer Umgebung. 

Oft beschweren wir Menschen uns, dass unsere Hunde nicht auf uns achten wenn wir mit ihnen gehen. Dabei achten wir nicht auf sie. Stell dir vor, Hunde fragen immer wieder durch Blicke bei ihren Menschen nach und bekommen keine Reaktion. Sie fangen an, nicht mehr nachzufragen und stattdessen eigene Entscheidungen zu treffen.

Also: beginne mit deiner Beobachtung, lass PodCast und Musik zuhause! Das Handy bleibt in der Tasche!

Ok, 1-2 Fotos von deinem Süßling sind erlaubt. Mehr aber nicht! 

Wenn dich die Wut beim Gassigehen überkommt

Grrr. Du kennst es sicherlich: geplant war die entspannte morgendliche Runde. Du machst deinen Hund von der Leine. Nach kurzer Zeit rufst du ihn und… er schaut dich an und rennt in die andere Richtung. Oder du erwischt ihn, wie er gerade frische Pferdeäpfel schmaust, du rufst das Abbruchsignal und… er schluckt noch schnell alles runter, bevor er schnauzeschleckend um dich herumspringt.

Es gibt Situationen, die uns Hundehalter:innen zur Weißglut treiben. Unser erster Impuls: stampfen, schnauzen, schimpfen.

Warum das aber im Hundetraining kontraproduktiv ist, wie du stattdessen reagieren und wie du dauerhaft besser mit deinen Emotionen beim Gassigehen umgehen kannst, erfährst du in diesem Artikel!

Wut - der krasseste Ausbruch unserer Bedürfnisse

Bevor wir weiter auf unsere Gassirunde und den Rückruf eingehen, lass uns kurz darüber sprechen, was Wut eigentlich ist. 

Meistens spüren wir sie sehr körperlich. Unsere Hände ballen sich zu Fäusten, unser Kiefer ist angespannt und wir beißen vielleicht die Zähne aufeinander. Unsere Lippen pressen sich zusammen und unser Gesicht liegt in tausend Falten. In uns rumort es, gerade so, als müsse ein Vulkan explodieren. Das ist die intensivste Empfindung über Wut.

Wusstest du, dass hinter all unseren Emotionen bestimmte Bedürfnisse liegen?

Bedürfnisse kommunizieren über Emotionen und die wiederum kommunizieren über Körpersignale. Indem wir dem roten Faden rückwärts folgen, kannst du herausfinden, was eigentlich dein Bedürfnis war oder ist, schauen, ob es überhaupt von deinem Hund erfüllt werden kann und entsprechend dein Training anpassen.

Ich gebe dir einmal ein ganz bildhaftes Beispiel aus meinem aktuellen Leben:

Ein Wasserschaden hat sich in unserem Haus über 3 Etagen ausgebreitet. Der Schaden ist massiv, wir müssen vielleicht ausziehen, weil im schlimmsten Falle das Haus abgerissen wird. Uff. Ich warte immer wieder auf Anrufe vom Gutachter, Handwerker, Bauleiter, Vermieter, Hausmeister. Es ist ein ständiges Warten und Reagieren. Wirklich aktive Agieren ist für mich nicht möglich. Es gibt keinen Plan, keine Kontrolle. Und genau diesen Kontrollverlust merke ich. Heute Morgen ging ich mit unseren Hunden raus und merkte: meine Lunte ist kurz! Hummel und Blume, unser Shih Tzu und Chihuahua, lassen sich Zeit beim Rückruf, gehen nochmal auf Heuschreckenjagd im hohen Gras und ich könnte eskalieren. Nicht mal meinen Hund habe ich unter Kontrolle! Ich leine sie an, denn ich merke, dass ich keine Kapazität dafür habe und mir wird bewusst, dass die beiden nichts anders gemacht haben als an anderen Tagen. Im Sommer dürfen sie Heuschrecken jagen, sich tummeln und unser Rückruf ist ohnehin ausbaufähig. Es hatte also nichts mit mir zu tun an diesem Tag. Sondern mit meinem gesteigerten Bedürfnis nach Kontrolle.

Kontrolle ist sehr häufig ein Bedürfnis, das hinter unseren Handlungen liegt. Lass uns kurz festhalten: Das ist kein negatives Bedürfnis! Sondern erstmal einfach ein Bedürfnis.

Andere Bedürfnisse können sein: Verbindung, Zugehörigkeit, Sicherheit. Wenn wir uns zu unserem Hund verbunden oder zugehörig fühlen wollen, aber merken, dass der grad aus Mäuschensuche ist, kann uns das verletzen und wir reagieren mit Enttäuschung und Wut. Wenn wir das Bedürfnis nach Sicherheit haben, können wir aus Angst reagieren. 

Was ist dein Bedürfnis?

Nimm dir einen Moment Zeit, einmal für dich herauszufinden und aufzuschreiben: Welche Bedürfnisse soll mein Hund für mich erfüllen? Welche Bedürfnisse habe ich, wenn ich mit ihm rausgehe?

Und welche Bedürfnisse hat mein Hund? Kann er sie erfüllen? Wann kommt es zu einem Bedürfniskonflikt?

Indem du diese Punkte für dich einmal aufschreibst, erhältst du mehr Klarheit. Du stellst beispielsweise fest, dass du öfter alleine spazieren gehen solltest, weil dein Bedürfnis Ruhe ist, wenn du aber mit Hund unterwegs bist, musst du deine Aufmerksamkeit teilen.

Wenn du merkst, dass dir die Kontrolle entglitten ist, prüfe, wie gut eure Signale funktionieren und hole dir gegebenenfalls professionelle Hilfe (LINK).

Auf diese Weise entlässt du deinen Hund aus dem Druck, deine Bedürfnisse zu erfüllen und kannst eine Bindung aufbauen, die auf Augenhöhe und aufrichtig ist.
(Das funktioniert übrigens auch mit Menschen 😉 )

SOS Wut Hilfe

Du schaust deinem Hund hinterher, wie er fröhlich den Rehkackihaufen frisst? Du merkst, wie die Wut in dir hochkocht?

Hier kommt mein persönlicher SOS Tipp:

  1. werde dir bewusst, dass du wütend bist! 
  2. schnaufe, grolle, knurre, BEVOR du zu deinem Hund gehst. Trample auf den Boden, wenn du merkst, dass du dir körperlich Luft machen musst. Gehe erst dann zu deinem Hund und sichere ihn mit der Leine.
  3. bleibe stehen. Schließe die Augen und werde dir bewusst, dass du grad ein Bedürfnis hattest, das nicht erfüllt wurde. Fertig. Ab jetzt habt ihr wieder eine neue Chance, die Situation ist vorbei. Atme tief durch.

Wut ist nicht berechenbar und für deinen Hund ist es enorm wichtig, dass du berechenbar bist! Wenn du mal entspannt darauf reagierst, dass er Mäuschen sucht, weil du grad entspannt bist und Zeit hast, an einem anderen Tag aber auf die Palme gehst, weil du schnell nachhause willst und überhaupt grad keinen Nerv dazu hast, kennt dein Hund seinen Rahmen nicht.

Das bedeutet übrigens nicht, dass du deinen Hund nicht auch abstrafen kannst oder sollst. Aber eine Standpauke, eventuell sogar handgreiflich werdend, mit einer bedrohlichen Körperhaltung, kann im schlimmsten Fall eher dafür sorgen, dass dein Hund wegrennt, wenn er sieht, dass du auf ihn zukommst. 

Entspannt die Gassirunde starten

Noch bevor du überhaupt losgehst, kannst du die Energie der Gassirunde beeinflussen. Halte inne und werde dir bewusst, warum du rausgehst. Was ist dein Ziel? Deine Motivation? Welche Bedürfnisse deines Hundes sollen erfüllt werden? Welche Bedürfnisse hast du? Können sie zeitgleich bestehen?

Nimm dir vor, gelassen zu bleiben. Dein Hund ist kein A*schloch, das dich einfach nur provozieren will (okay, ein Pubertier will Grenzen testen; aber darauf gehen wir in einem anderen Artikel ein. Denn: Grenzen schaffen Bindung!), sondern findet vielleicht das Mauseloch super interessant oder hat gelernt, dass er die Situation mit anderen Hunden klären muss. Denn der nächste Schritt ist es, die Motivation und das Bedürfnis deines Hundes hinter seinen Handlungen herauszufinden!

Pawtner:innen-Coaching

Aber was sind denn eigentlich deine Bedürfnisse? Und wie können wir unseren Alltag so gestalten, dass wir genügend Kapazitäten haben, die unseres Hundes zu erfüllen?

Mach dir einmal bewusst, dass du 50% der Bindung zu deinem Hund ausmachst. Das bedeutet, dass dir das beste Training und die effektivsten Methoden langfristig wenig bringen, wenn du deine eigenen Themen vernachlässigst. Sei es Unordnung im Kopf, in den Bedürfnissen oder im Leben oder immer wiederkehrende blockierende Gedanken (wir kennen sie alle!), die dich daran hindern, innerlich souverän und selbstbewusst zu werden.

Baue ein stabiles Bindungs-Fundament auf und schaffe so die Grundlage für eine harmonische Hund-Mensch-Bindung. Werde ein:e Pawtner:in für deinen Hund!

Mögliche Themen des Pawtner:innen-Coachings können sein:

  • du gerätst in eine Abwärtsspirale, weil das Thema deines Hundes bei dir Scham, Angst, Wut und andere belastende Emotionen auslöst?
  • du traust dich nicht, dich selbstbewusst gegenüber anderen abzugrenzen und schaffst es deswegen auch nicht, deinen Hund vor anderen zu schützen?
  • du weißt grad gar nicht, wo du anfangen sollst, weil auch dein Leben irgendwie Kopf steht und du nicht weißt, was du wirklich brauchst?

Klicke HIER und lies dir mehr zur Pawtner:innen Coaching für dich durch.